Landscapes indoor: Innenarchitektur wird grün und lebendig

Indoorlandscaping, das ist zunächst der Name eine Agentur mit Hauptsitz in München und Büros in Los Angeles und Mexico City. Jedoch könnte man unter diesem Begriff eine neue Entwicklung subsumieren, die sich vor allem auf die Gestaltung von grünen und tatsächlich lebenden Innenräumen konzentriert.

So schreibt die Zeit über das Büro Indoorlandscaping und dem damit verbundenen Phänomen:

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GrüneWand(R) in der HypoVereinsbank, München. Bild freundlich genehmigt von Indoorlandscaping.

Andreas Schmidt macht aus Gebäuden Landschaften. Er ist das Bindeglied zwischen Architekt, Landschaftsarchitekt und Gärtner. In der modernen Architektur plant man heute nicht mehr nur das Gebäude, sondern die internen Grünflächen gleich mit. Sie sind Teil des architektonischen Konzepts. “Im Idealfall sind wir schon im Wettbewerbsteam mit dabei”, sagt Schmidt.

Mit einen auch international verzweigten Netzwerk werden unterschiedlichste Kunden beraten - und dadurch auch prestigeträchtige Innenräume, zum Beispiel von Bankgebäuden oder Konzernzentralen, mitgestaltet. So nahmen sie zum Beispiel schon die Gestaltung von Innenräumen der Hauptzentrale der Hypo-Vereinsbank in München, die Schipol Airport Lounge in Amsterdam oder dem Sony Europe Hauptquartier in Berlin in die Hand.

Unternehmen wollen sich ein umweltfreundliches Image geben und Nachhaltigkeit demonstrieren, auch deshalb planen sie Innengärten ein – klassisches greenwashing, eine Erfindung der modernen Unternehmenskommunikation. Dabei ist die Idee des Innengartens eigentlich schon ziemlich alt. Sie ist nämlich verwandt mit der Erfindung des Schrebergartens, mit der man den Bürgern in urbanen Ballungszentren einen Garten bieten wollte. Indoor Landscaping klingt zwar viel moderner, befriedigt in Wahrheit aber ein archaisches Grundbedürfnis. “Wenn man sich zehn Stunden in einem Raum aufhält, verliert man den Bezug zur Außenwelt”, sagt Schmidt. Innengärten werden da zu Oasen der Ruhe. (Zitat aus der Zeit)

Grün und grün, wohin man schaut

Doch auch Privatanwender haben zunehmend Interesse daran, ihre Innenräume grün zu gestalten. Zwar ist das kostenmäßig teurer als ein normaler Garten (immerhin muss man zusätzlich zum Grün noch weitere Infrastruktur finanzieren), jedoch ist ein kleiner “Urwald zu Hause” dann doch oft günstiger, als eine Komplettrenovierung des ganzen Hauses - oder die Ausstattung mit neuen Möbeln.

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Das “Fiction Hotel” von Greenfurtune. Foto: Peter Orevi.

Das neue Grün, der neue Garten, ist urbaner und viel selbstverständlicher in das Alltagsleben integriert. Weniger eingezwängt. Dieses zumindest sind die ästhetischen Implikationen, die die “neue” Garteninnenarchitektur auszeichnen. Bemerkenswert ist auch die sehenswerte Webseite des schwedischen Büros Greenfurtune. Dort locken stimmungsvolle, vor allem aber visionäre Bilder, einfach mal über das Leben in der Städt, zu Hause, oder über die Zukunft ganz im allgemeinen nachzudenken.

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Urban Cultivation Konzept von Greenfurtune.

Artikel geschrieben von 020200.