Microsoft Hohm: Stromsparservice vom Softwaregiganten
Die großen Antipoden Apple und Microsoft wurden unlängst durch das Gegensatzpaar Google und Microsoft abgelöst. Microsoft versuchte mehrmals Yahoo aufzukaufen und auch mit der neuen Suchmaschine Bing will Microsoft dem Suchgiganten Google endlich eine Konkurrenz stellen. Beide sehen jetzt auch Energieoptimierung als eines ihrer Betätigungsfelder. Mit Microsoft Hohm steht amerikanischen Bürgern nun ein Tool zur Verfügung, welches als direkter Konkurrenz zu Googles PowerMeter durchgehen kann.

Etwas eigenwillig ist der Produktname für den neuen Service aus dem Hause Microsoft “Hohm“. Der neue Webservice ist eine Mischung aus Online-Beratung, einer Social Community und einem handfesten Service, welcher die Energiewerte des eigenen Heimes mit den Daten regionaler Stromversorger abgleicht, mit dem Ziel, Energieverbrauch und Kosten zu reduzieren. Der Service ist heute in die öffentliche Beta gegangen, allerdings vorerst nur für Bürger aus den USA zugänglich.
Das ganze funktioniert dabei so: Man erstellt sich ein Profil und gibt Eckdaten zu dem eigenen Haus oder der eignen Wohnung (per Hand, beziehungsweise Webformular) an. Schon in diesem Prozess soll “Hohm” sinnvolle Energiespartipps geben. Zukünftig möchte man durch Programmierschnittstellen auch lokalen Energieversorger mit den Bürgern, die den Service nutzen, verbinden - sofen diese das wünschen. Eine verbesserte Service und Angebotsqualität soll daraus resultieren. Geplant ist auch eine Online-Community, wo sich die Nutzer gegenseitig Tipps geben können, oder allgemeiner, nach neuen und besseren Wegen suchen, um Energie im eignen Heim einzusparen.
Das ganze erinnert schon sehr an den Google PowerMeter, bei welchem man seinen Energieverbrauch genau messen und an einen Google-Server übertragen kann. Doch während bei Google eher die detaillierte Analyse im Vordergrund steht, geht es bei Microsoft um “Socializing”. Wie auch immer man es sieht, Fakt ist, dass die Software- und Webgiganten aus den USA nun auch die Ökologie als Thema betrachten. Man möchte den Service auch schon bald in anderen Ländern lokalisieren, jedoch nicht in Deutschland, da man “hier schon viel weiter sei”, was ökologische Belange angeht. Ein wenig klingt es aber auch so, als wollte Microsoft einfach mal wieder ein Quäntchen schneller den Markt erobern wollen, als der neue Komkurrenz Google.
Artikel geschrieben von 020200.