Studie: Downloads viel ökologischer als CDs

Wenn man genau drüber nachdenkt, wundert es nicht: Downloads von Musikdateien (z.B. mp3) sind viel ökologischer, als der Kauf einer CD im Laden. Dieses ist nun auch das Ergebnis einer Studie von der Carnegie Mellon und der Standford University, im Auftrag von Intel und Microsoft.

Ich finde CDs nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt unpraktisch. So richtig einleuchten will mir nicht, warum man noch immer nicht auf rein digital setzt. Da ist es doch schon zu hören, dass diese Studie mein begehren nun auch ökologisch untermauert.

Insgesamt wurden in der Studie (pdf) sechs unterschiedliche Möglichkeiten des Musikvertriebs unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet, vor allem in Hinsicht auf den CO2-Ausstoß und den Energieverbrauch. Am schlechtesten schnitt die herkömmliche CD ab, die man sich regulär im Laden kauft. Im Gegensatz dazu ist runterladen und hören von Musikdateien auf entsprechenden Abspielgeräten – ohne sie vorher auf CD zu brennen – ökologisch am sinnvollsten. Der Grund hierfür sind vor allem die Herstellungs- von Transportaufwendungen.

Betrachtet wurden folgende Kategorien:

  • 1. Klassischer Einzelhandel
  • 2. E-Bestellung von CDs per Fracht
  • 3. E-Bestellung von CDs per Luftpost
  • 4. Reiner Download
  • 5. Download + CDR (Rohling)
  • 6. Download + CDR (mit Cover und Hülle)

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Gravierend sollte man folgendes vor Augen haben: Der Kauf einer CD im Laden hat einen Energieverbrauch, der mehr als 8-mal höher ist, als der reine Download von mp3s! Eine ebenfalls interessante Zahl ist die Größe des Downloads. Denn beim Download von 260 MB und mehr, ist der Energieverbrauch – brennt man die Musik noch auf eine CD-R, fast so groß, wie die Online-Bestellung einer CD. Grund: die Energiekosten sind bei größeren Downloads höher. Trotz alledem bleibt unter dem Strich ein einleuchtendes Ergebnis übrig: Auch bei großen Datenmengen ist der reine Download der Lieferung per CD stets überlegen ist.

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